Referat für Migration und Flucht

marisa-brosius-neuUnterstützung für Flüchtlinge und ehrenamtliche Initiativen

Immer mehr Menschen sind in den letzten Monaten vor Krieg, Folter und Verelendung nach Deutschland geflohen.

Die aktuell enorme Zuwanderung, vor allem von Menschen aus Syrien und Afghanistan, aber auch aus Afrika, wird über einen langen Zeitraum anhalten.

Das Diakonische Werk will mit einem Angebot helfen, die derzeit schwierige Situation zu bewältigen. Aus diesem Grund wurde die Heilpädagogin Marisa Brosius zum 1. März 2016 eingestellt, um zum einen eigene kleinere Vorhaben umzusetzen und zum anderen die ehrenamtlichen Initiativen, die seit langem zahlreiche Hilfen für Flüchtlinge anbieten, zu unterstützen. Folgende Aufgaben soll die Kollegin in Zukunft wahrnehmen:

• Kontakte zu Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Initiativen pflegen
• Fördertöpfe für diese erschließen und vermitteln
• Initiativen und Angebote in den unterschiedlichen Gemeinden vernetzen
• Kontakte zu Ämtern und Flüchtlingsreferenten in Kommunen und Kirchenkreisen sowie zum Kommunalen Integrationszentrum (KIZ) des Kreises Wesel
• Unterstützung von Ehrenamtlichen im Allgemeinen und für die Begleitung von Flüchtlingen bei Behördengängen im Besonderen
• Ehrenamtliche werben für diese Begleitung und für die Initiativen insgesamt

Als erste eigene Maßnahme haben wir innerhalb der Familienbildungsstätte zwei niederschwellige Sprachkursangebote entwickelt, ein drittes ist in Planung. Wir sehen Bedarf, Flüchtlingen, die noch keinen gesicherten Aufenthaltsstatus und damit Anspruch auf die Zertifikatskurse der Volkshochschule haben, bereits vorher Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Diesen Bedarf äußern Flüchtlinge regelmäßig, weil sie dringend Unterstützung suchen, sich mit einfachen Mitteln im deutschen Alltag verständigen zu können, und nicht auf die „offiziellen“ Kurse warten möchten. Zwei entsprechende Kurse laufen bereits, weitere sollen folgen.

Außerdem stellen wir in einem Teil unserer Eltern-Kind-Kurse kostenfreie Plätze für Flüchtlingsfamilien, die sprachlich bereits in der Lage sind, dort mitzumachen, zur Verfügung. So können zwanglos Begegnungen zwischen Deutschen und Menschen mit Migrationshintergrund stattfinden, weil sie in den Lebens- und Familienalltag der Menschen eingebunden sind. Die Anmeldung und weitere Informationen gibt es in der Ev. Familienbildungsstätte.Zusätzlich sind ähnliche Kurse nur für Flüchtlingsfamilien geplant, außerdem eine Internetplattform über diese Website.

Wenn Sie Interesse haben, mehr über unsere Angebote zu erfahren oder sich vielleicht selber gerne ehrenamtlich unterstützend einbringen möchten, wenden Sie sich persönlich oder per E-Mail an:
Marisa Brosius, Baustr. 1, 46483 Wesel, Telefon 0281 46097647, Fax 0281 156-209